Theresia Schweiger

 

  • Geboren im Weinviertel, lebt und arbeitet in Absam in Tirol.
  • Höhere Bundeslehranstalt Kematen, Tirol.
  • Berufspädagogisches Studium in Wien.
  • Langjährige Unterrichtstätigkeit in berufsbildenden Schulen und in der Erwachsenenbildung.
  • Intensive Beschäftigung mit der Malerei seit 30 Jahren.
  • Bevorzugte Techniken: Grafiken, Aquarell –Acrylmalerei und Collagen.
  • Weiterbildung durch Besuch vom Malakademien (Bad Reichenhall), Sommersymposien (Italien) und Künstlerwerkstätten mit international bekannten Künstlern.
  • Seit 1988 Mitglied der Radierwerkstätte der VHS Innsbruck.

Ausstellungen

 

  • 2018 Ausstellung Galerie am Schentensteig, Landeck – in Planung
  • 2017 „veränderung“ – Malerei/Grafik, Kunstwerkraum Mieming
  • 2015 „farbe form struktur“ – Galerie Zeh, Heidenreichstein
  • 2015 „Das Plateau“ – Mitgliederausstellung Kunstwerkraum Mesnerhaus Mieming
  • 2014 „Grafik und Mischtechniken“ Schüttkasten Laa a.d. Thaya
  • 2012 „Malerei-Grafik“, Gemeindemuseum Absam
  • 2010 „Farbwelten“ Galerie der Volksbank Laa an der Thaya
  • 2009 „Retrospektive“ (Radierungen, Aquarelle, Mischtechniken, Collagen), Krumau im Waldviertel, NÖ
  • 2008 „Grafik und Mischtechniken“ Landespflegeklinik Hall in Tirol
  • 2007 „Malerei – Grafik“, Konzerthaus Weinviertel, Ziersdorf, NÖ
  • 2006 „Illusion & Freiraum“, Malerei und Grafik, Blue Pink Galerie
  • in der Höheren Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe, Innsbruck
  • 2005 „Querfeldein“ anlässlich Klassikfestival im Weinviertel, Schloss Kirchstetten
  • 2004 „Weinviertler Impressionen“, Lienz, Osttiroler Wirtschaftspark „Landschaften“ Goldenes Schiff, Tulln
  • 2003 Reflexionen“ , Absam, Gemeindesaal im Feuerwehrhaus
    „Neue Bilder“, Laa a. d. Thaya, Galerie in der Burg, Biermuseum
  • 2002 Malerei und Grafik, Sommerausstellung in Saalfelden, Salzburg
  • 2001 „Über Felder“ Malerei und Grafik, Altes Gericht, Thaur, Tirol
    „Variationen von Sommerlandschaften“ Mischtechnik und Druckgrafik,
    Baumgartenberg, Oberösterreich
    „Bäume, Träume, Landschaften“ Lienz, Osttiroler Wirtschaftspark
  • 2000 „Querschnitte“ Heimatmuseum im Noaflhaus Telfs, Tirol
    „Landschaftsbilder ein Dialog der Gegensätze“ Ausstellung anlässlich 850 Jahre Stadt Laa a. d. Thaya
  • 1999 „Naturträume-Phantasieräume“ S-Galerie Imst, Tirol und Galerie Cafe „Point“ Mistelbach GA Alten Lagerhaus, Limberg, NÖ (Workshop Internationale Sommerseminare)
  • 1998 „Landschaftsformen“ Bürgerspital Laa a. d. Thaya
    GA „ In da Köllagossn….“ Weinlandgalerie, Wulzeshofen
  • 1997 „Musik-Kunst-Musik“ Fa. Swarovski, Wattens, Tirol
  • 1996 Präsentation der Künstlerwerkstätte Innsbruck, Meran, Arco im Casino Seefeld
    „Frühlingsausstellung“ Sparkassengalerie Hall-Kurpark, Tirol
    „Landschaftskompositionen“ im Biermuseum, Galerie in der Burg Laa/Thaya
  • 1995 „Weinviertel in Grafik und Aquarell“ Kulturcafe der Stadt Retz
    „GRENZÜBERSCHREITUNG“ GA Innsbruck, Meran, Arco anlässlich des 700. Todestag
    Graf Meinhard II von Tirol in der Landhausgalerie in Meran, KATALOG
    „1000 Jahre Absam“ GA der Kulturinitiative „Absamer Spätsommer“
  • 1994 „Landschaft und Natur“ Raiffeisengalerie Laa a.d. Thaya
  • 1993 „Sommerbilder“ Kulturfestival im Weinviertel, Maissau
  • 1992 „Aquarelle und Radierungen“ Eröffnungsausstellung i.Laa a.d. Thaya
    „Malerei und Grafik“ GA Literaturzentrum NOVUM, Innsbruck
  • 1989-92 GA (Gemeinschaftsausstellungen im Tiroler Raum der Radierwerkstaätte der VHS Innsbruck)

Phänomenologie der Farben

Beeindruckt von der Natur setzt die Künstlerin Theresia Schweiger schon früh ihre Eindrücke in Bilder um. Zu Beginn ihres künstlerischen Schaffens wählt sie dafür das Aquarell, das ihre Leidenschaft für Farbe weckt. Auf der Suche nach neuen Herausforderungen in der Kunst entdeckt sie die Farbradierung für sich. In dieser Technik manifestieren sich Landschaften, die inspiriert sind von visuellen Aufnahmen ihrer Heimat, dem Weinviertel.  Baumalleen, hügelige Landschaften, Kellergassen und Weingärten bestimmen die stillen Darstellungen.

In den darauffolgenden Jahren rückt der menschliche Körper in das  Blickfeld von Theresia Schweiger. Der Frauenakt fließt in den kreativen Arbeitsvorgang mit ein und zeigt sich nicht nur in der Farbradierung, sondern auch in der Malerei in geheimnisvoller impressionistischer Pose. In jedem Schaffensprozess steht der Aspekt der Farbe im Vordergrund.

So geht Theresia Schweiger konsequenterweise ihren nächsten Schritt und verschafft sich künstlerische Freiheit in der Malerei. Die Weiterbildung durch Besuch von Malakademien  intensiviert die Beschäftigung mit der Materialität der Farbe und deren Eigenschaften. Pigmente aus der Natur entnommen und von Theresia Schweiger zu Farbe verarbeitet, finden ihren informellen Niederschlag auf der Leinwand und auf dem Papier. Die sowohl geistige als auch materielle Freiheit, die Arbeit mit dem Körper und Farbe setzt in der Künstlerin Energien frei, die in ihren Leinwandbildern mit größter Spannung und Freude wahrzunehmen sind. In dieser gestischen Malerei leuchtet die Natur in reiner Farbe auf, die für die Künstlerin noch immer Grundlage ihrer Arbeit darstellt. Es ist daher nicht verwunderlich,  dass der Frauenakt wieder in Erscheinung tritt, abstrakt aber erkenntlich. Das Thema der Schöpfung in der Natur, symbolisch im Frauenakt manifestiert und seit der Renaissance in der Kunst diskutiert, ist ein Spannungsfeld für die immer wieder nach neuen Herausforderungen suchenden Künstlerin.

Text von Mag. Isabel Pedevilla, Kunsthistorikerin, im April 2014.